Würde Sie ihren Kühlschrank bei offener Tür betreiben??

Anbei ein Leserbrief, der es leider nicht bis ins Dorfblatt geschafft hat – er ist an der Redaktionsgrenze hängen geblieben….leider ohne Antwort. Schade eigentlich….

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Würde Sie ihren Kühlschrank bei offener Tür betreiben – auch wenn Sie es sich „leisten“ könnten?


Eher nicht – oder? Warum nicht, das weiß jeder! Weil es Verschwendung von Energie und damit Geld wäre und außerdem irgendwie „ungeschickt“.  Bewusst oder unbewusst haben wir das aber 2014 im Frühwinter gemacht – übrigens ist der Trend, trotz hoher Temperaturen die Eislaufsaison auf ein Datum hin – unabhängig von der Witterung – zu eröffnen, schon länger zu beobachten. Bei den heurigen Außentemperaturen bis 12°C und höher haben wir unsere Kühlmaschinen für den Eislaufplatz unter Volllast angeworfen. Im Grunde ist das dasselbe wie mit dem Beispiel des offenen Kühlschranks. Die Kälteenergie entweicht ungehindert. Da der Platz nicht eingehaust ist, arbeiten die Maschinen gegen die Umwelt an (deren Wärmekapazität enorm ist). Eine vorsichtige Rechnung auf Basis der Temperaturdifferenz und der Fläche des Eislaufplatzes ergibt pro Tag einen Energieverbrauch von 3800 bis 5000 kWh (der genaue Wert müsste höher liegen, da Wirkungsverluste usw. nicht eingerechnet wurden).  Das entspricht dem Stromverbrauch von 1 bis 2 4-Personenhaushalten pro Jahr!
Ja, Mils kann es sich finanziell „leisten“ – aber heißt das im Rückschluss, dass was wir uns leisten können, zwingend sinnhaft ist? Lobende Worte von den Eissportlern gibt es natürlich.  Belasten wir aber nicht durch diese Art der Verschwendung die Ressourcen der nächsten Generation (auch die unserer Sportlerjugend) – diese muss es dann nämlich mit Klimaerwärmung, Ressourcenknappheit usw. teuer bezahlen?
Ist das „gescheit“? Eher nicht, oder? Vielleicht sollte man in der Zukunft doch darüber nachdenken, inwieweit jeder Weg, der sich kurzfristig „ausgeht“ auch nachhaltig gangbar ist! Schließlich geht es auch um die Zukunft unserer Kinder!

Helmut Gassner

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